Warum haben Friseure montags frei?

Handwerkertag VechtaVechta. Zum wiederholten Male trafen sich Handwerksbetriebe in der Geschwister-Scholl-Schule, um Schülerinnen und Schülern Einblicke in die verschiedenen Gewerke und Tätigkeiten des Handels zu ermöglichen. Damit blickt der Handwerkertag in der Schule auf eine kleine Tradition. Im dritten Jahr hintereinander wurde dieses Projekt in der Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft realisiert.

Christa Kathe von der Holzbaufirma Fritz Kathe und Sohn machte deutlich, was alle dachten: „Die jungen Leute sollen wissen, dass sie in unseren Betrieben willkommen sind“. Neben dem Beruf des Zimmerers wurde auch das Malerhandwerk vorgestellt und es waren die Berufe Friseur, Bäcker, Tischler, Dachdecker und Fleischer vertreten. Die Betriebe stellten im Kontakt mit den Jugendlichen fest, dass das Engagement des Handwerks dringend notwendig ist, weil Handwerksberufe bei den jungen Leuten mit Blick auf deren Zukunftsgestaltung nicht erste Wahl sei. Bäckermeister Christoph Overmeyer war schon klar, dass einige Eckdaten seines Berufes nicht unbedingt jugendkompatibel sind. „Natürlich, ich kann nicht verschweigen, dass ein Bäcker früh aufstehen muss“, ließ er durchblicken. Er stellte aber auch klar, dass der Bäckerberuf vielfältig, interessant und zukunftssicher ist.

Die KURSiV-Partnerschaft zwischen Schule und Kreishanderkerschaft soll insgesamt das Handwerk stärker in das Schulleben integrieren. Neben den regelmäßigen Handwerkertagen soll sich das Handwerk auch als praxisnaher Ansprechpartner bei der Behandlung verschiedener Unterrichtsthemen einbringen.