Von 15 – 105! – Austauschtreffen zwischen den Generationen

14.2.2020. Archiv.

Damme. „Danke, dass wir heute mit älteren Menschen sprechen und deren Erfahrungen aus erster Hand, statt aus Büchern oder Filmen erfahren konnten.“ Mit dieser Aussage fasste eine der Schülerinnen am Ende des Treffens zusammen, was ihre Mitschülerinnen und Mitschüler nach der Begegnung mit Bewohnerinnen des Hauses am Ohlkenberg in Damme dachten. Das Haus am Ohlkenberg ist eine Pflege- und Senioreneinrichtung der Stiftung Maria Rast. Den Begriff „Generationengespräch“ darf man bei diesem Projekt des Faches Gesundheit und Soziales der Realschule wortwörtlich nehmen. Der Differenz zwischen den jüngsten und den ältesten Teilnehmern der Gesprächsrunde lag bei gut 80 Jahren und reichte von durchschnittlich 15 bei den Jugendlichen bis zu 105 Jahren bei der ältesten Teilnehmerin.

Die Idee von Kursleiterin Astrid Frühwald war einfach: „Lasst uns Erfahrungen und Wertevorstellungen von früher mit denen von heute vergleichen“, so die Lehrerin für das Fach Gesundheit und Soziales. „Wir haben uns im Unterricht auf das Treffen sorgfältig vorbereitet. Die Gruppe hatte den Auftrag, Fragen zum Vergleich früher und heute zu entwickeln. Dabei ging es um die Bereiche „Religion“, „Erziehung“, „Schule“, „Freizeit“, aber auch um Fragen rund um die „erste Liebe“. Diplom Gerontologin Jennifer Rickelmann, die den Besuch im Haus am Ohlkenberg vorbereitet hatte, freute sich über den Besuch der Jugendlichen in der Einrichtung. „Wir finden, dass solche Treffen zum Generationenverständnis beitragen. Für die Bewohner ist es eine willkommene Abwechslung und für die Jugendlichen ist es sicherlich eine gute Erfahrung, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die vielleicht ganz andere Erfahrungen mitbringen und Lebensumstände erlebt haben, als sie selbst“.

Für die Realschule Damme soll das Projekt zum festen Baustein im Profilfach Gesundheit und Soziales (GUS) werden. „Die Idee ist, dass wir unseren Unterricht für den Bereich Gesundheit und Pflege öffnen und Praxiserfahrungen aus Einrichtungen und Unternehmen in den Unterricht einfließen lassen,“ so Lehrerin Astrid Frühwald. „Zukünftig werden wir verstärkt Expertinnen und Experten aus diesem Bereich zu verschiedenen Themen und Fragestellungen in den Unterricht einladen oder mit Schülergruppen unsere Kooperationspartner besuchen. Dabei geht es einerseits z. B. darum, den Bereich Pflege durch praktische Pflegeübungen kennenzulernen, aber andererseits auch, wie Ernährungskonzept und Systemgastronomie in einem Krankenhaus funktionieren.“ Kooperationspartner für die Öffnung des Unterrichts im Fach Gesundheit und Soziales an der Realschule Damme sind dabei des Krankenhaus Damme sowie die Stiftung Maria Rast.