Geschwister-Scholl-Schule baut auf außerschulische Partner

kathe-holzbauVechta. Im Juli unterzeichneten Christiane Kathe vom Holzbauunternehmen Fritz Kathe & Sohn und Maria Eisleb, Schulleiterin der Geschwister-Scholl-Schule Vechta, eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit. „Uns ist es wichtig“, so Christiane Kathe, die im Unternehmen den Bereich Ausbildung, Personalentwicklung und Marketing leitet, „dass die jungen Leute erkennen, welche Chancen im Handwerk stecken. „Wir brauchen Handwerker und Ingenieure und stellen besorgt fest, dass die Jugendlichen immer stärker in die höheren Abschlüsse drängen, selbst wenn sie ihre Interessen und Fähigkeiten in handwerklichen Berufen entdecken. Dabei bietet unser durchlässiges Ausbildungssystem viele Möglichkeiten für junge Leute, die sich nach der Ausbildung weiterentwickeln möchten. Nicht immer sind Abitur und Studium der Königsweg.“

„Für uns Lehrkräfte ist es wichtig“, ergänzte Maria Eisleb, „dass wir selber durch stärkere Einblicke in die Unternehmen vor Ort traditionelle Vorstellungen und Klischees, die wir mit den Berufen im Handwerk verbinden, über Bord werfen.“ Bei einem Rundgang durch den Betrieb wurde deutlich, dass moderne Holzbearbeitungsverfahren immer öfter Bohrmaschine, Kreissäge und Bandschleifer ins Museum verdrängen. Bei Kathe übernehmen zunehmend riesige CNC-Maschinen, die von Fachleuten programmiert werden, die Bearbeitung der Werkstoffe.

Angela Tameling, die für Berufsorientierung zuständige Koordinatorin an der Geschwister-Scholl-Schule, begrüßte die neue Zusammenarbeit mit einem ortsansässigen Unternehmen. „Unsere Schülerinnen und Schüler lernen viel besser, wenn ein Praxisbezug hergestellt wird. Wir kooperieren im Rahmen von KURSiV mit mehreren Unternehmen vor Ort und sind von dem Erfolg dieses Ansatzes überzeugt.“

In mehreren Treffen haben Schule und Betrieb Projekte identifiziert, die im kommenden Schuljahr gemeinsam gestaltet werden sollen. In den Fächern Wirtschaft und Technik werden die Schülerinnen und Schüler Arbeitswelt im Partnerbetrieb kennen lernen und wirtschaftliche Fragen an Expertinnen und Experten richten. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen Erkundungen vor Ort und praktisches Arbeiten mit Holz. Eine Schülergruppe berichtete im Rahmen der Unterzeichnungsfeier lebhaft über ein erstes Projekt im Fach Wirtschaft, bei dem es darum ging, Aufbau, Struktur und Abläufe im Betrieb zu erkunden. „Wir wollen die Zusammenarbeit in den Curricula der Fächer verankern“, so Frau Tameling „und wir bewerten auch das Engagement der Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung der dabei gestellten Aufgaben.“