Generalistische Ausbildung in der Pflege

Damme. Christian Lameyer von der Krankenpflegeschule am Dammer Krankenhaus stellte den 50 Schülerinnen und Schülern der beiden Profilkurse Gesundheit und Soziales (GUS) die generalistische Ausbildung vor, die ab diesem Jahr die Pflegeausbildung grundsätzlich verändert. Seine Kollegin, Petra Pawletta, Krankenschwester der Neurologie und Praxisanleiterin, machte den Jugendlichen klar, was sie an der Pflege so toll findet: „Mich begeistert die Arbeit mit Menschen“, so Frau Pawletta. „Ich gehe fast jeden Abend mit einem guten Gefühl, etwas Positives bewirkt zu haben, von der Arbeit nach Hause. Und da stören auch die unregelmäßigen Arbeitszeiten nicht. Man gewöhnt sich daran.“ Die beiden wurden begleitet von den Auszubildenden Celine Warnke und Zülfiye Özdemir, die die Ausbildung zur Pflegefachkraft am Krankenhaus Damme gerade begonnen haben. Beide berichteten aus der Praxis und nahmen gleich fleißig Untersuchungen an den Jugendlichen vor. Wer wollte, konnte Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes messen lassen.

Das Konzept der Zusammenarbeit der Realschule Damme mit dem Krankenhaus Damme sieht das Projekt „Berufe und Tätigkeiten in der Pflege“ regelmäßig am Ende des ersten Schulhalbjahres für das Fach Gesundheit und Soziales vor. Da sich dieses Fach an der Realschule Damme eines großen Zulaufes erfreut, mussten sich die Partner einen vernünftigen Plan der Vermittlung des Themas überlegen. In den zwei getrennten Kursen fragten sich die Jugendlichen zunächst, ob sie aufgrund ihrer Interessen und Kompetenzen grundsätzlich für die Pflege geeignet sind. Dazu sollten sie in sich hineinhorchen und für sich Fragen beantworten wie: „Habe ich Angst vor Blut und Körperflüssigkeiten oder habe ich keine Scheu vor körpernaher Arbeit?“ Sensibilisiert für die Herausforderungen im Pflegebereich gingen sie dann in das Gespräch mit den Pflegeexpertinnen und -experten.

Das nächste Projekt der Partnerschaft findet Anfang Februar in der Stiftung Maria Rast in Damme statt. Dann kommen Jung und Alt zum Thema „Generationengespräche“ zusammen. Teilnehmen werden die Jugendlichen aus einem der beiden Profilkurse GUS der Jahrgangsstufe 10.