Doppel-Partnerschaften in Lohne

KHLohne_Schulen_101214_1Lohne. Das St.-Franziskus-Hospital und das St. Elisabeth-Haus werden künftig eng mit der Albert-Schweitzer-Realschule und der Realschule Lohne zusammenarbeiten. Die vier Institutionen schlossen Ende Dezember eine KURSiV-Vereinbarung.

Wie Thomas Meyer, Verwaltungsleiter des Franziskus-Hospitals, bei der Unterzeichnung der Verträge erklärte, handelt es sich um eine langfristig angelegte Partnerschaft mit dem Ziel, schulische Bildung zu stärken. Zwar kamen auch bislang schon regelmäßig Schüler beider Realschulen beispielsweise zu Praktika, im Rahmen regelmäßiger Besuche von freiwilligen AGs oder – von der Realschule Lohne – beim Projekt Fokus Mensch in die beiden Einrichtungen. Künftig soll das aber noch intensiviert werden. Geplant ist, den Schülern möglichst viele Einblicke in die Berufsfelder von Krankenhaus und Seniorenheim zu geben. Ab der achten Klasse soll es Erkundungen beispielsweise zu den Abläufen im Krankenhaus und zur Pflege geben. Den Schülern soll damit auch die Scheu vor Pflegeberufen genommen werden.

Ohnehin würden die Realschulen den Übergang in die Lehre gerne stärken, wie Rainer Hausfeld, Leiter der Albert- Schweitzer-Schule, erklärte. „Von 80 Entlassschülern haben in den vergangenen Jahren meist nur fünf oder sechs eine Lehre begonnen, alle anderen gingen weiter zu Schule“, erläuterte Hausfeld.

Auch das Krankenhaus hofft, dass die Kooperation Auswirkungen auf die Personalpolitik hat. Denn: Es wird immer schwerer, Fachkräfte zu finden. „Früher haben wir eine Flut von Bewerbungen erhalten. Heute können wir gerade in der Fachpflege zum Beispiel im Intensivbereich froh sein, wenn überhaupt eine Bewerbung hereinkommt“, berichtete Meyer. „Somit sind wir alle Gewinner dieser Vereinbarung.

Die Zusammenarbeit soll schulisch vor allem im Profil Gesundheit und Soziales verortet werden und vor allem soll dieses Profil durch regelmäßige Kontakte, Unterrichtsbesuche und Erkundungen gestärkt werden. Mit den Themenfeldern „Berufliche Orientierung“, „Hauswirtschaft und Ernährung“ sowie „Gesundheit und Pflege“ bietet sich ein breites Spektrum an Anschlussstellen für die Zusammenarbeit an.